Pflege und Restauration von Dreadlocks
Pimp my Dreadlocks
Du benötigst Hilfe bei der Pflege deiner Dreads oder bist total überfordert mit dem Filzhaufen auf deinem Kopf? Wir können dir helfen wieder Ordnung her zu stellen, geben dir gute Pflegetipps mit auf den Weg und sind jeder Zeit für dich da, selbst wenn es nur um das Nachfilzen deiner Ansätze geht. Denn wir bieten euch:
- Das Nachfilzen eurer rausgewachsenen Dreadlocks-Ansätze
- Leider gibt es nur sehr wenige Dreadheads mit europäischem Haar, bei denen Dreadlocks automatisch bereits gefilzt nachwachsen. Bei allen anderen würden die Dreadlocks mit der Zeit rauswachsen, wenn man sie nicht nachfilzen würde. Wir kennen dazu mehrere Techniken, mit denen wir eure Dreads – abgestimmt auf ihre Dicke – bearbeiten können.
- Das Einhäkeln von Fusselhärchen, die aus den Dreads gerutscht sind
- Gerade in der Anfangszeit rutschen aus frischen Dreads oft kleine Härchen wieder heraus. Das passiert beim Schlafen, beim Waschen oder auch enfach mal so. Haare sind eben leider kein Beton ;o). Wir können euch diese Fusselhärchen wieder optimal in die Dreads einhäkeln und damit für etwas mehr Ordnung auf euren Köpfen sorgen.
- Das Nachbessern und Einhäkeln eurer Dreadspitzen
- Besonders offene Dreadspitzen lösen sich gerne beim Waschen wieder auf, aber auch geschlossene brauchen gelegentlich mal eine Überarbeitung. Da stehen wir euch gerne zur Seite!
- Das Entfernen von hässlichen Knubbeln und Schlaufen
- In frischen Dreads können leicht mal Schlaufen oder Knubbel entstehen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Sofern diese noch nicht zu fest gefilzt sind, kann man sie meistens rückstandslos wieder entfernen.
- Die absichtliche Spaltung eurer Dreads, wenn sie zu dick sind – oder das absichtliche Zusammenfilzen von euren Dreads, wenn sie zu dünn sind
- Ob man Dreads spalten kann, hängt immer davon ab wie fest sie bereits gefilzt sind und ob es sich im Endeffekt wirklich lohnen würde. Gerne beraten wir euch dazu in einem Vorgespräch.
- zusammengefilzte Ansätze auftrennen
- Wer kennt es nicht?! Dreadlocks filzen immer da, wo sie es nicht sollen, nämlich in den Zwischenräumen. Wir sorgen dafür, dass eure Kopfhaut mal wieder Frischluft bekommt.
- das Verdicken oder Ausbessern von brüchigen Stellen
- Wer es mit dem Austrocknen seiner Dreads übertrieben hat, der bekommt in Quittung in Form von Stellen, die immer dünner werden und mit der Zeit brechen. Das passiert vor allem gerne wenige Zentimeter über der Dreadspitze. Wir verstärken eure Dreads an diesen Stellen und sorgen dafür, dass ihr eure Dreads in voller Länge behalten könnt!
- Afroshop-Opfer o.ä. retten
- Das alte und leidige Thema. Selbsternannte “Profis” verpfuschen immernoch zu häufig die Frisuren ihrer Kunden. Bevor ihr aber verzweifelt zur Schere greift, lasst uns einen Blick auf die Baustelle werfen!
Unsere Techniken
Häkeltechniken:
- Die allgemein bekannte und gängigste Häkeltechnik wendet man mit einer Häkelnadel der Stärken 1,0 bis 1,5 (je nach Festigkeit der Dreads) an. Hier zwirbelt man erst die abstehenden Härchen zusammen und häkelt die Strähne dann immer wieder quer durch den Dread bis sie komplett verhäkelt wurde. Das gibt dem Dread extra Stabilität und gleichzeitg kann man so Schlaufen etc. verschwinden lassen.
- Eine weitere Häkeltechnik wird nur von wenigen Dreadern angeboten und funktioniert mit einer Häkelnadel der Strärke 0,6 oder 0,75. Bei dieser Technik zwirbelt man die Fusselhaare nicht zuerst zu einer Strähne, sondern häkelt sie fast einzeln in die Dreadlocke. Das führt zu einem sehr festen Ergebnis, das insgesamt nachhaltiger ist, dafür beansprucht diese Methode aber auch zunächst mehr Zeit. Insgesamt erzielt man mit dieser Methode ein sehr gleichmäßiges Ergebnis, das nicht “typisch gehäkelt” aussieht.
- Hier arbeiten wir mit der sogenannten Strähnchenmethode. Dabei erzeugt man mit den fingern einen Knoten in den losen Haaren, den man dann an die Spitze des Dreads hoch schiebt, indem man die Haare in Strähnen auseinander ziehst. Wenn die Spitzen lang genug ist, kann man auch die Backcombingmethode mittels eines Kamms anwenden, bei der man die losen Haare sehr stark Toupiert.
- Die beliebteste Methode zum Nachfilzen der Ansätze passiert mittels der Häkelnadelethoden. Dabei filzt man rausstehende Härchen in den Ansatz rein und bekommt dadurch wieder genug Festigkeit, damit der Dread gefilzt weiterwachsen kann. Diese Methode ist bei jeder Dreadlocks-Dicke anwendbar und führt bei richtiger Anwendung zu einem sehr gleichmäßigen Ergebnis.
- Für dünne Dreads eignet sich auch die sogenannte “Durchziehmethode”. Hierbei scheibt man den kompletten Dread einmal durch seinen eigenen Ansatz durch, sollte dabei aber aufpassen, dass man durch die richtige Stelle schiebt und außerdem, dass man den Dread wirklich komplett durchschiebt. Bei falscher Anwendung können Schlaufen entstehen oder die Ansätze können sich auch spalten. Diese Methode ist sehr beliebt, da sie – einmal verstanden – sehr einfach ist, sodass sie auch jeder selbst weiterführen kann. Außerdem geht sie recht schnell, dass man meistens einfach ordentlicher aussieht. Außerdem führt sie zu sehr sehr festen Dreadlocks, an denen man später nur selten noch häkeln muss. Allerdings ist die Festigkeit auch der Grund, weshalb man diese Technik nicht in dickeren Dreadlocks anwenden sollte, da diese opotisch oft dünner werden.
- Die sogenannte “Tighten Roots-Methode” eignet sich vor allem für dickere und für wenige Dreads. Diese Methode ist sehr zeitintensiv und daher erklären wir euch gerne wie sie funktioniert, aber bieten sie selbst nur selten an. Ihr braucht kein Geld für etwas ausgeben, was ihr definitiv auch allein abends vorm Fernseher schafft! ;o)
Herausstehende Härchen werden mit der Häkelnadelmethode eingearbeitet. Geschlossene Spitzen werden ebenfalls mit der Häkelnadelmethode versiegelt. Offene Spitzen werden mit der Strähnchenmethode verfilzt. Ansätze werden mit der Durchzieh-Methode (ohne Spaltung der Ansätze) oder der Häkelnadelmethode nachgearbeitet. Diese Methoden sind speziell für europäisches Haar entwickelt worden. Es werden keine Zusatzstoffe wie Wachs etc. verwendet, da diese dem Dread schaden. Allerdings bedeutet dies auch, dass viel Zeit zum Dreaden beansprucht wird.


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